Deutschland

Montag, 9. Oktober 2017

Gesund und gut sichtbar auf dem Rad durch den Herbst

Diffuse Lichtverhältnisse, rutschige Straßen - der Herbst erfordert von Radfahrenden besondere Aufmerksamkeit. Um in der dunkler werdenden Jahreszeit nicht auf das Fahrrad verzichten zu müssen, gibt der ACE, Auto Club Europa, Tipps für mehr Sicherheit im Straßenverkehr.

Lichtanlage prüfen: Neben einem Schlusslicht braucht jedes Rad einen Rückstrahler. Vor dem Fahrantritt sollte die Lichtanlage immer auf ihre Funktionsfähigkeit hin überprüft werden und sauber sein. Zudem müssen die Pedale mit Reflektoren bestückt sein. Aktuelle Modelle haben außerdem reflektierende Reifen. Für ältere Modelle empfiehlt der ACE Speichenreflektoren. Diese werden auf die Speichen aufgesteckt, wodurch die sich bewegenden Räder bei Dunkelheit gut gesehen werden.

Reflektierende Accessoires: Neben der guten Beleuchtung des Fahrrads spielt auch die passende Kleidung eine große Rolle. Reflektierende Gürtel, Schärpen und Bänder gibt es schon lange, doch ist es oft lästig, diese anzulegen. Eine Alternative stellt Radbekleidung dar, auf der entweder retroreflektierende Elemente aufgebracht sind oder Elemente eingearbeitet sind, die bei Dunkelheit eine fluoreszierende Wirkung entfalten. Der Vorteil ist, dass so die ganze Kontur des Radfahrers erkennbar wird. Im Scheinwerferlicht eines Autos erhöht sich außerdem die Sichtbarkeit auf bis zu 150 Meter. Auch der Fahrradhelm sollte mit Beleuchtung versehen sein. Insbesondere bei Eintritt der Dämmerung daran denken: Einschalten!

Helle Kleidung: Im Stadtverkehr sind es diverse Lichtquellen die das Risiko erhöhen, dass Radfahrende nicht rechtzeitig von Autofahrenden erkannt werden. Außerorts stellt die Geschwindigkeit der Autos eine zusätzliche Gefahr dar. Helle Kleidung erhöht die Sichtbarkeit auf dem Rad. Wie entscheidend dies sein kann, zeigt eine Untersuchung der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt). Demnach ist es Autofahrern bei einer Geschwindigkeit von mehr als 60 km/h nicht mehr möglich, unauffällig gekleidete Radfahrer rechtzeitig zu erkennen.

Gegenseitige Rücksichtnahme: Aber auch Autofahrerinnen und Autofahrer müssen im Herbst umsichtiger fahren und die Geschwindigkeit entsprechend drosseln. Gegenseitige Rücksichtnahme im zunehmenden Verkehr ist das A und O für die Sicherheit aller im Straßenverkehr.

Geschützt vor Kälte: Schließlich sollte die Radkleidung wärmend, winddurchlässig, wasserabweisend und trotzdem atmungsaktiv sein. Dafür spricht Funktionskleidung im Zwiebellook.

Quelle: Auto Club Europa (ACE)

Freitag, 29. September 2017

Günstig Tanken wird schwieriger - Neue Preisspitze am Spätnachmittag

Morgens teuer, abends billig - an diesem Rat konnten sich sparsame Autofahrer vor der Fahrt zur Tankstelle bislang orientieren. Die gut kalkulierbaren günstigen Tageszeiten werden jedoch immer häufiger von zwischenzeitlichen Preisspitzen unterbrochen. Wie eine aktuelle Untersuchung des ADAC zeigt, weisen die Preise für Benzin und Diesel wie bisher in den Nachtstunden ihren höchsten Stand auf und sinken ab dem frühen Morgen bis zum späten Abend. Mittlerweile wird dieses Muster täglich durch zwei zwischenzeitliche Preisspitzen unterbrochen.

Die erste Preisspitze beginnt nach 12 Uhr und erreicht nach einem Anstieg von über zwei Cent um 13 Uhr ihren Höhepunkt. Gegen 15 Uhr sind die Preise wieder auf dem vorherigen Niveau und sinken weiter ab. Bei der zweiten, neuen Preisspitze geht die Kurve ab 17 Uhr um rund 1,5 Cent nach oben. Sie erreicht zwischen 17 und 18 Uhr ihr Maximum, danach sinkt der Preis wieder auf das vorherige günstige Niveau.

Die aktuelle Untersuchung hat ergeben, dass die günstigste Zeit zum Tanken zwischen 21 und 22 Uhr liegt. Für die Masse der Autofahrer alltagstauglicher und daher empfehlenswerter ist jedoch unverändert der Zeitkorridor zwischen 16 und 22 Uhr. Zwischen zwei und fünf Uhr morgens ist Tanken am teuersten - die Preise sind dann um mehr als zehn Cent höher als in der günstigsten Phase des Tages. Sparfüchse sollten neben dem Blick auf die Uhr auch den Vergleich der Preise zwischen den einzelnen Anbietern nicht vergessen.

Bei der aktuellen Marktuntersuchung hat der ADAC die Kraftstoffpreise vom gesamten August 2017 von allen gut 14.000 Tankstellen ausgewertet.

Samstag, 23. September 2017

Einführung gestaffelter Zuschüsse im Einbruchschutz

Mit dem Zuschussprogramm "Altersgerecht Umbauen" fördert die KfW auch Maßnahmen zum Einbruchschutz von Hauseigentümern (Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Eigentumswohnungen) und Mietern. Ab sofort gelten beim Einbruchschutz gestaffelte Zuschüsse. Die ersten 1.000 Euro der förderfähigen Investitionskosten werden nun mit 20 Prozent (vorher 10 Prozent) bezuschusst. Für alle zusätzlichen förderfähigen Kosten, die über 1.000 EUR hinausgehen, wird weiterhin ein Zuschuss von 10 Prozent gewährt. Diese neue gestaffelte Förderung gilt pro Antragsteller und Gebäude.

Bundesbauministerin Barbara Hendricks: "Die hohe Nachfrage nach unseren Zuschüssen zeigt, dass es beim Einbruchschutz einen großen Bedarf gibt. Wir haben die Zuschussförderung deshalb weiter verbessert. Wir wollen privaten Hauseigentümern und vor allem auch Mietern durch höhere Zuschüsse künftig noch stärker dabei helfen, auch kleinere Einbruchschutzmaßnahmen in den eigenen vier Wänden durchzuführen."

Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière: "Der Einbruch in die eigenen vier Wände ist für die Betroffenen ein massiver Eingriff, der häufig zu anhaltender Verunsicherung und Ängsten führt. Neben dem materiellen Schaden ist die Verletzung von Privat- und Intimsphäre die oftmals mindestens ebenso bedeutende Beeinträchtigung. Gegen Wohnungseinbruch hilft auch Eigenvorsorge. Dabei helfen wir. Das Förderprogramm wird stark nachgefragt und wirkt. Wir wollen Mieterinnen und Mieter noch stärker unterstützen. Dies erreichen wir mit der Einführung gestaffelter Zuschüsse."

"Mit der Neuerung der KfW-Zuschussförderung für den Einbruchschutz wollen wir die Attraktivität von kleinvolumigen Investitionsmaßnahmen weiter steigern", sagt Dr. Ingrid Hengster, Vorstandsmitglied der KfW Bankengruppe. "Bereits mit geringen Beträgen können Eigentümer und Mieter ihre Wohnungen und Häuser gegen Einbruch sinnvoll schützen. Dies wird nun durch die gestaffelte Zuschussregelung betont."

Anträge müssen vor Vorhabensbeginn über das KfW-Zuschussportal gestellt werden. Die Mindestinvestitionssumme zur Antragsstellung liegt bei 500 Euro. Die Maßnahmen müssen durch ein Fachunternehmen des Handwerks ausgeführt werden und werden bis zu einem Investitionsvolumen von max. 15.000 Euro pro Wohneinheit bezuschusst.

Seit November 2015 gewährt die KfW im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) Zuschüsse für einbruchhemmende Maßnahmen. Bis zum 30.06.2017 wurden über 120.000 Wohneinheiten gefördert.

Bei der Antragsstellung ist zukünftig eine Sperrfrist zu beachten, um eine breite Förderung von Einbruchschutzmaßnahmen für viele Bauherren zu ermöglichen: Daher können bereits einmal geförderte Investoren erneute Zuschussanträge für Baumaßnahmen am gleichen Gebäude erst 12 Monate nach der ersten Förderzusage stellen.

Informationen zu den Fördermöglichkeiten finden Sie unter: www.kfw.de/einbruchschutz.

Samstag, 23. September 2017

ADAC Sommerstaubilanz: Freitagsstaus vermiesen den Urlaubsstart

Bei der Planung für den Start in die Sommerferien 2018 sollten Autofahrer einen Wochentag nach Möglichkeit meiden: den Freitag.

495 Staus mit einer Länge von zehn Kilometern oder mehr registrierte der ADAC an allen Freitagen der zwölf Ferienwochenenden zwischen dem 23. Juni und dem 10. September 2017. Zum Vergleich: An den Sonntagen zählte der Club 185 lange Staus, an den Samstagen waren es 153. Damit hat sich die Verkehrsbelastung deutlich verschoben. Im Vorjahr hatten die Freitage während der Ferienwochenenden an den langen Staus noch einen Anteil von 46 Prozent, 2017 stieg er auf 59 Prozent.

Grundsätzlich war die Stausituation an den Ferienwochenenden ähnlich angespannt wie 2016. 870 lange Staus in diesem Jahr stehen 858 im Vorjahr gegenüber. Die Autoschlangen summierten sich auf eine Strecke von 10.764 Kilometern (2016: 10.334). Die meisten Staus entstanden durch hohes Verkehrsaufkommen und Baustellen. Die Zahl der Baustellen war in den diesjährigen Sommerferien mit durchschnittlich 460 ähnlich hoch wie im Vorjahr. Unfälle und defekte Fahrzeuge fallen weniger ins Gewicht.

Die größte Belastung durch Ferienstaus hatte wie in der Vergangenheit das Bundesland Bayern zu tragen. Auf den Autobahnen im Freistaat bildeten sich fast ein Viertel aller Staus über zehn Kilometer. Eine leichte Entspannung konnte dennoch registriert werden, denn 2016 betrug der Stauanteil Bayerns im Vergleichszeitraum noch 33 Prozent. Niedersachsen folgt mit knapp 22 Prozent vor Baden-Württemberg mit 17 Prozent.

Die meisten langen Staus entwickelten sich auf der A 3, Köln - Frankfurt - Nürnberg - Passau. Auf dieser Verbindung mussten sich die Autofahrer 156 Mal in Geduld üben. Auf dem zweiten Platz landete die A 7, Flensburg - Hamburg - Hannover - Würzburg - Füssen mit 140 Staus. Dritter war die A 1, Köln - Bremen - Hamburg - Lübeck mit 134 Staus. Erstmals rückte die A 5, Frankfurt - Basel als Viertplatzierter in die Top 5 der Stauautobahnen auf. Die A 8, Karlsruhe - Stuttgart - München - Salzburg - im Vorjahr noch die Nummer 1 - war dieses Jahr Fünfter.

Quelle: ADAC

Samstag, 16. September 2017

Welche Urlaubsart halten die Deutschen für trendy?

86 Prozent der Deutschen halten All-Inclusive-Urlaub allgemein für angesagt - darunter meinen 58 Prozent, diese Form des Verreisens läge sogar voll im Trend. Auf Rang zwei und drei folgen Wellnessurlaube und Hochseekreuzfahrten. Bei der Frage welche Urlausmodelle hierzulande im Trend liegen und welche die Menschen persönlich attraktiv finden, zeigen die aktuellen Umfrageergebnisse des GfK Vereins aber auch: Nicht alles was trendy erscheint, ist auch für den einzelnen Reisenden interessant.

Wir sind dann mal all-inclusive weg

Fragt man die Deutschen danach, welche Art von Urlaub ihrer Meinung nach im Trend liegt, so rangieren auf Platz eins die All-Inclusive-Reisen: 58 Prozent halten den Sorglos-Urlaub für sehr trendy, 28 Prozent sehen das immerhin tendenziell so. Dagegen finden 7 Prozent, dass das All-Inclusive-Konzept etwas aus der Mode gekommen ist und 1 Prozent hält es für völlig out. Auf dem zweiten Platz landen die Wellnessreisen, die 53 Prozent für sehr und 33 Prozent der Deutschen für eher trendverdächtig halten, dicht gefolgt von den Hochseekreuzfahrten: Die Hälfte hält die Reise mit dem Schiff über die Meere für absolut und 27 Prozent für tendenziell angesagt.

Nicht alles was trendy erscheint ist auch attraktiv

Nicht alles was die Menschen für trendy halten, finden sie auch persönlich attraktiv. Das trifft auch auf den Urlaub zu. Besonders groß fallen die Unterschiede bei den Top 3 aus. Am auffälligsten ist die Differenz bei Hochseekreuzfahrten. Die Hälfte hält sie für absolut angesagt, doch nur 25 Prozent der Befragten, die ab und an verreisen, finden Urlaube à la "Traumschiff" besonders attraktiv. "Das große Potenzial der Kreuzfahrten offenbart sich erst im Vergleich mit der Reiseerfahrung. Das zeigen die Zahlen dieser Studie deutlich: Erst 7 Prozent haben bisher eine Seereise unternommen, für 25 Prozent jedoch sind sie besonders attraktiv. Zudem steigt das Attraktivitätslevel mit der Erfahrung: Unter denjenigen, die schon auf Kreuzfahrt waren, finden 60 Prozent diese Reiseform sehr attraktiv", erläutert Dörte Nordbeck, Head of Travel & Logistics Germany bei der GfK SE.

Auch beim Thema Wellness gibt es Unterschiede zwischen Wunsch und Wirklichkeit: Jeder dritte kann sich für diese Art des Urlaubs begeistern, in die Tat umgesetzt hat sie in den letzten fünf Jahren aber nur etwa jeder Vierte. Beim Trend-Spitzenreiter, dem All-Inclusive-Urlaub ist das anders: 46 Prozent haben ein solches Rundum-Sorglos-Paket in den letzten 5 Jahren mindestens einmal gebucht, etwa ebenso viele (48 Prozent) halten große Stücke auf diese Art des Urlaubs. "Der eindeutige Spitzenreiter der Studie ist ein arrangierter 'Relax-Urlaub'. In einer immer komplexeren Welt sehnen sich offenbar sehr viele Menschen danach, im Urlaub nicht viel organisieren zu müssen und sich einfach nur verwöhnen zu lassen", kommentiert Claudia Gaspar, Leiterin der Studie beim GfK Verein, die Umfrageergebnisse.

Zur Studie

Im Juli 2017 wurden rund 2.000 Personen ab 14 Jahren, repräsentativ für die deutsche Bevölkerung, unter anderem danach gefragt, welche Urlausmodelle ihrer Ansicht nach hierzulande im Trend liegen, welche sie persönlich attraktiv finden und für welche Urlaubsarten sie sich in den vergangenen fünf Jahren tatsächlich schon einmal entschieden haben.

Quelle: Gesellschaft für Konsum-, Markt- und Absatzforschung e.V. (GfK Verein)

Samstag, 16. September 2017

Nicht mal ´ne Maß mit Medikamenten

"O'zapft is", heißt es heute auf der Wiesn in München. Wer auf Arzneimittel angewiesen ist, sollte während des Oktoberfests allerdings auf Alkohol verzichten, so Britta Ginnow, Arzneimittelexpertin des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie (BPI): "Mit Alkohol werden Medikamente unberechenbar: Die Wirkung kann sich verstärken, manchmal wirkt das Arzneimittel auch überhaupt nicht mehr oder plötzlich treten Nebenwirkungen wie Herzrasen, Schwindel oder Übelkeit auf." Und umgekehrt können Medikamente den Alkoholabbau im Körper hemmen und so seine Wirkung steigern.

Nebenwirkungen gibt es auch bei diesen Getränken:

1. Milch - Medikament wirkt nicht: Milch enthält Calcium. Zusammen mit bestimmten Wirkstoffen, etwa solchen in Antibiotika gegen Harnwegsinfektionen, kann sie eine schwer lösliche Verbindung eingehen. Der Körper kann den Wirkstoff nicht mehr aufnehmen und scheidet ihn aus. Das Medikament wirkt schlechter oder gar nicht.

2. Kaffee - Vorsicht vor Herzrasen: Kaffee enthält Koffein. Das hat eine belebende Wirkung auf den Körper, kann aber Wechselwirkungen mit Medikamenten auslösen. Manche Antibiotika blockieren den Koffeinabbau im Körper, es kann zu Unruhegefühl, Herzrasen und steigendem Blutdruck kommen.

3. Grapefruitsaft - Gefahr einer Überdosis: Grapefruits enthalten Furanocumarine. Sie blockieren ein Enzym im Körper, das Wirkstoffe verstoffwechselt. Dadurch wird die Wirkung einer Vielzahl von Medikamenten erhöht. Dazu gehören unter anderem Statine, Gerinnungshemmer und Blutdruckmittel.

Kurzum: "Bleiben Sie mit Medikamenten am besten beim Leitungswasser", rät Ginnow.

Achtung: Die hier genannten allgemeinen Ratschläge bieten keine Grundlage zur medizinischen Selbstdiagnose oder -behandlung. Sie können keinen Arztbesuch ersetzen.

Quelle: Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie

Donnerstag, 31. August 2017

Rückreisewelle erfordert viel Geduld - ADAC Stauprognose 1. bis 3. September

Die Verkehrssituation auf den Autobahnen bleibt auch am kommenden Wochenende angespannt. Viel Geduld brauchen vor allem die Urlaubsheimkehrer. In Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein sowie dem Norden der Niederlande enden die Sommerferien, Bayern und Baden-Württemberg folgen eine Woche später. Auch die Reiserouten in Richtung Süden werden nicht leer bleiben - dafür sorgen Späturlauber, Wochenendausflügler und Bergwanderer. Das erweiterte Lkw-Ferienfahrverbot am Samstag ist ausgelaufen.

Die Staustrecken:

Fernstraßen zur und von der Nord- und Ostsee

  • A 1 Köln - Dortmund - Bremen - Hamburg - Puttgarden
  • A 3 Oberhausen - Köln - Frankfurt - Nürnberg - Passau
  • A 5 Hattenbacher Dreieck - Frankfurt - Karlsruhe - Basel
  • A 6 Mannheim - Heilbronn - Nürnberg - A 7 Hamburg - Flensburg
  • A 7 Hamburg - Hannover - Kassel - Würzburg - Ulm - Füssen/Reutte
  • A 8 Karlsruhe - Stuttgart - München - Salzburg
  • A 9 Berlin - Nürnberg - München
  • A 10 Berliner Ring
  • A 11 Berliner Ring - Dreieck Uckermark
  • A 19 Rostock - Dreieck Wittstock/Dosse
  • A 24 Berliner Ring - Dreieck Wittstock/Dosse
  • A 61 Mönchengladbach - Koblenz - Ludwigshafen
  • A 93 Inntaldreieck - Kufstein
  • A 95/B 2 München - Garmisch-Partenkirchen
  • A 96 München - Lindau
  • A 99 Umfahrung München

Im benachbarten Ausland herrscht auf den Straßen zeitweise ebenfalls Hochbetrieb. Viel Verkehr ist vor allem in Österreich zu erwarten, wo in allen Bundesländern in Kürze die Ferien enden.

Donnerstag, 31. August 2017

Carsharing: Auto teilen und Steuern sparen - geht das?

Keine Parkgebühren, eigene Stellplätze zum Abholen und Zurückbringen, bessere Vernetzung mit öffentlichen Verkehrsmitteln - all diese Privilegien sind beim sogenannten Carsharing möglich: Grundlage dafür ist das neue Carsharing-Gesetz, das am 1. September 2017 in Kraft treten soll. Doch was müssen Berufstätige steuerlich beachten, wenn sie die Angebote von kommerziellen Carsharing-Diensten nutzen? Können sie vielleicht sogar Steuern sparen? Der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e. V. (VLH) zeigt die gängigsten Möglichkeiten.

Schnell ein Carsharing-Auto reservieren, einsteigen und losfahren: Solche Angebote gibt es in mehr als 600 deutschen Städten und Gemeinden, wie der Bundesverband CarSharing e. V. in einer Erhebung berichtet (Stand: Januar 2017). Vor allem in Großstädten ist das Auto-Teilen für viele eine willkommene Alternative zum eigenen Wagen. Arbeitnehmer, die die Offerten von Carsharing-Anbietern nicht nur privat, sondern auch beruflich nutzen, haben hinsichtlich der steuerlichen Behandlung folgende Möglichkeiten:

  • "Unternimmt ein Arbeitnehmer mit einem Carsharing-Auto auch beruflich veranlasste Fahrten, deren Kosten der Arbeitgeber nicht erstattet, können diese Ausgaben als Werbungskosten von der Steuer abgesetzt werden", erklären die Experten der Vereinigten Lohnsteuerhilfe e. V. (VLH). Das gilt für die tatsächlich anfallenden und dementsprechend zu belegenden Kosten und nicht nur - wie man vielleicht annehmen könnte - für eine Reisekostenpauschale in Höhe von 30 Cent pro Kilometer. Deshalb sollten betroffene Arbeitnehmer alle Nachweise wie Tank-, Park- oder Servicegebühr-Quittungen der Steuererklärung beilegen.
     
  • Für den Fiskus ist es in diesem Zusammenhang wichtig, berufliche von privaten Carsharing-Fahrten zu trennen. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten:

1. Der Arbeitnehmer kann zwei Kundenkonten beim Carsharing-Anbieter nutzen, nämlich eines für private und eines für berufliche Fahrten, wie die VLH-Steuerexperten vorschlagen.

2. Manche Carsharing-Unternehmen bieten die Möglichkeit, vor Fahrtantritt die Option "Dienstliche Fahrt" auszuwählen.

3. Es lässt sich natürlich auch - ganz klassisch - ein digitales oder papierenes Fahrtenbuch führen, in dem der Arbeitnehmer seine dienstlichen und privaten Fahrten genau verzeichnet.

  • "Auch Anmelde- und Grundgebühren, die der Carsharing-Anbieter eventuell verlangt, kann ein Arbeitnehmer gegebenenfalls als Werbungskosten geltend machen", so die VLH-Steuerprofis. Dabei lässt sich aber nur jener Teil der Ausgaben in die Steuererklärung eintragen, der auch dem Anteil der beruflichen Nutzung des Carsharing-Autos entspricht. Wer also Carsharing ausschließlich für seine beruflichen Fahrten nutzt, kann die Anmelde- bzw. Grundgebühren in voller Höhe absetzen. Wer Carsharing zum Beispiel zu 25 Prozent dienstlich nutzt, kann auch nur 25 Prozent der Kosten absetzen.
     
  • Für private Fahrten mit dem Carsharing-Wagen gibt es im Allgemeinen keine Steuervergünstigungen. Ausnahme: die Fahrten eines Berufstätigen von der Wohnung zu seiner ersten Tätigkeitsstätte, die auch als private Fahrten gelten. Der Arbeitnehmer kann für die einfache werktägliche Fahrtstrecke in den Betrieb oder ins Büro in der Regel 30 Cent pro Entfernungskilometer absetzen - auch wenn er ein Carsharing-Auto nutzt.

Was ist zu beachten, wenn sich der Arbeitgeber an den Carsharing-Kosten beteiligt?

Carsharing statt Dienstwagen: Falls ein Arbeitgeber die Kosten für das Carsharing eines Arbeitnehmers ganz oder teilweise übernimmt, müssen bestimmte steuerliche Regeln beachtet werden. Dabei lassen sich folgende Fälle unterscheiden:

1. Der Arbeitgeber trägt die Kosten sowohl für berufliche als auch für private Fahrten des Arbeitnehmers.
Dadurch entsteht dem Arbeitnehmer für seine privaten Fahrten ein geldwerter Vorteil. "Auf diesen muss der Berufstätige Steuern und Sozialabgaben zahlen - genau wie auf seinen Arbeitslohn", so die VLH-Fachleute.

2. Der Arbeitgeber übernimmt zwar die Ausgaben für alle Fahrten, aber der Arbeitnehmer beteiligt sich bei seinen privaten Fahrten an den Carsharing-Kosten. Dadurch entsteht in Höhe der Arbeitnehmer-Beteiligung kein geldwerter Vorteil.

3. Der Arbeitnehmer darf das Carsharing ausschließlich für seine beruflichen Fahrten nutzen. Dadurch entsteht kein geldwerter Vorteil, der versteuert werden müsste.

Übrigens: Der geldwerte Vorteil bemisst sich nach dem Aufwand des Arbeitgebers. Übernimmt der Chef zum Beispiel 50 Euro im Monat für private Fahrten, beträgt der geldwerte Vorteil auch 50 Euro.

Quelle: Vereinigte Lohnsteuerhilfe e. V. (VLH)

Donnerstag, 10. August 2017

Rückreiseverkehr hat Autobahnen fest im Griff - ADAC Stauprognose

Am kommenden Wochenende drohen vor allem Urlaubsrückkehrern Staus und Behinderungen auf den Autobahnen.

In immer mehr Bundesländern gehen die Ferien zu Ende, so in Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland sowie in Teilen Skandinaviens und den Niederlanden. In Richtung Süden kann der ADAC aber auch noch keine Stau-Entwarnung geben. Durch den Feiertag Mariä Himmelfahrt am Dienstag, 15. August, in Teilen Bayerns und des Saarlands, müssen Autofahrer in diesen Bundesländern mit zusätzlichem Verkehrsaufkommen durch Kurzurlauber rechnen.

Die wesentlichen Staustrecken in Deutschland:

  • Fernstraßen zur und von der Nord- und Ostsee
  • A 1 Köln - Dortmund - Bremen - Hamburg - Puttgarden - Großraum Hamburg
  • A 3 Passau - Nürnberg - Frankfurt - Köln - Oberhausen - A 5 Basel - Karlsruhe - Frankfurt - Hattenbacher Dreieck
  • A 6 Mannheim - Heilbronn - Nürnberg
  • A 7 Flensburg - Hamburg
  • A 7 Füssen/Reutte - Ulm - Würzburg - Hannover - Hamburg
  • A 8 Salzburg - München - Stuttgart - Karlsruhe
  • A 9 München - Nürnberg - Berlin
  • A 10 Berliner Ring
  • A 81 Stuttgart - Singen
  • A 93 Inntaldreieck - Kufstein
  • A 95 /B 2 München - Garmisch-Partenkirchen
  • A 96 München - Lindau
  • A 99 Umfahrung München

Im benachbarten Ausland dauert die Rückreise aus dem Urlaub ebenfalls länger. Besonders staugefährdet sind Italiens Straßen: Am 15. August wird der Feiertag Ferragosto begangen. Üblicherweise beginnt der Run auf die Küsten am Wochenende vor dem Feiertag. Auch in Österreich, Frankreich, Kroatien und der Schweiz sind die klassischen Urlaubsrouten vor allem Richtung Deutschland stark befahren.

Donnerstag, 10. August 2017

Gebäude-Eigentümer sollten Fassaden regelmäßig überprüfen

Fassaden von Wohn-, Büro oder Geschäftshäusern geben jeder Straße, jedem Viertel und jeder Stadt ein Gesicht. Durch äußere Einflüsse sind sie allerdings erheblichen Belastungen ausgesetzt. Die Sicherungspflicht liegt bei den Eigentümern. Es ist ihre Aufgabe, die Gebäudefassaden in einem ordentlichen Zustand zu halten, so dass keine Gefahr von ihnen ausgeht. Ganz egal, ob die Fassade aus Metall, Keramik, Naturstein, Waschbeton, Glas oder Verblendmauerwerk besteht.

"Schnee, Eis, Wind und wechselnde Temperaturen wirken ständig auf die Konstruktion ein. Das führt zu einer gewissen Schadensanfälligkeit", sagt Rainer Gößmann, Experte für Bauwerksprüfung bei TÜV Rheinland. Im schlimmsten Fall könne es zu herabfallenden Fassadenplatten kommen. Zwar gibt es keine Verordnung, die den Besitzer zwingt, regelmäßig seine Fassade zu überprüfen. Allerdings haftet er, wenn etwas passiert.

Besichtigung alle zwei bis drei Jahre
"Erfahrungsgemäß treten Schäden häufig durch Zwängung oder Verformung aufgrund der Materialeigenschaft, fehlerhafte Montage oder korrodierte Traganker auf. Außerdem kann es zu Rissen oder durch Frost bedingte Abplatzungen kommen", sagt Gößmann. Auch unplanmäßige, nachträglich angebrachte Vordächer oder Reklametafeln können zu Schäden führen. Festgestellte Schäden sollten fachlich bewertet und dokumentiert werden. Der Experte empfiehlt, das Bauwerk alle zwei bis drei Jahre zu besichtigen. Alle vier bis fünf Jahre sollte ein Sachverständiger nach Schäden schauen. Und alle zwölf bis 15 Jahre empfiehlt sich eine umfassende Prüfung, bei der Fachleute jedes maßgebende Bauteil akribisch unter die Lupe nehmen. TÜV Rheinland bietet solche regelmäßigen Prüfungen der Standsicherheit von Bauwerken gemäß der VDI 6200 an. Eigentümer kommen so ihrer Verkehrssicherungspflicht nach und senken das Haftungsrisiko durch dokumentierte Sicherheitsstandards.

Außerplanmäßige Überprüfung nach Unwetter
Auch darüber hinaus sollten Gebäudebesitzer achtsam und sich ihrer Verantwortung bewusst sein. Nach Unwettern, Sturmereignissen oder Brand rät der TÜV Rheinland-Experte dringend, die Fassade außerplanmäßig zu überprüfen. Insbesondere in öffentlich zugänglichen Bereichen und auf Verkehrswegen sollten Besitzer darauf stetig ein Auge haben und beschädigte Fassadenplatten sofort austauschen.