Rheinland-Pfalz

Freitag, 6. Oktober 2017

Erneut endoskopische Geräte aus Klinik gestohlen

Vergangenes Wochenende kam es erneut zu einem Diebstahl von endoskopischen Geräten aus einem Krankenhaus in

Rheinland-Pfalz: Betroffen ist dieses Mal das St. Joseph-Krankenhaus in Hermeskeil. Der entstandene Sachschaden liegt im sechsstelligen Bereich. Damit zählt das LKA nun bereits die siebte vollendete Tat in Rheinland-Pfalz in diesem Jahr. Hinzu kommt noch eine Versuchstat.

Dass endoskopische Geräte vermehrt zum Ziel von Diebesbanden geworden sind, zeigt sich auch deutschlandweit: Die Fälle sind hier schon 2016 gegenüber dem Vorjahr um ca. 21 Prozent auf 46 Fälle gestiegen. Die Täter verursachten dadurch Schäden von fast 10 Millionen Euro (+ 2,6 Millionen Euro zum Vorjahr).

Bereits im August 2017 hatte das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz im Rahmen der Prävention einen Infobrief an das Führungs- und Fachpersonal der Kliniken, Krankhäuser sowie Arztpraxen, herausgegeben. Dieser  beinhaltete Hinweise zu Verhaltensregeln / -änderungen, sicherungstechnischen Vorkehrungen und das Angebot einer kostenfreien und produktneutralen Beratung durch die Fachkräfte der Polizei. Das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz rät sicherungstechnische Vorkehrungen umzusetzen und dem medizinischem Personal weiterhin zur Wachsamkeit.

Freitag, 29. September 2017

Hunde und Katzen weiterhin gegen Tollwut impfen lassen

„Auch wenn Deutschland bei Füchsen bereits seit August 2008 als frei von Tollwut gilt, sollte unsere Aufmerksamkeit dennoch nicht nachlassen“, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken anlässlich des Welt-Tollwut-Tages. Denn in vielen Urlaubsländern ist die Tollwut bei Hunden noch weit verbreitet, so etwa in Marokko, Thailand, Indien oder der Türkei.

Durch das illegale Mitbringen von Hunden und Katzen kann die auch für den Menschen tödliche Seuche jederzeit wieder nach Deutschland eingeschleppt werden. „Daher ist die Impfung von Hunden und Freigängerkatzen weiterhin genauso wichtig, wie die landesweite Überwachung der Fuchspopulation“, erläuterte Höfken.

Und jeder kann durch folgende Maßnahmen vorbeugen:

  • Grundsätzlich gilt: Es sollten keine Wildtiere angefasst werden, die ihre natürliche Scheu verloren haben oder die krank erscheinen. Auch das Anfassen von toten Wildtieren sollte nur mit bestimmten Schutzvorkehrungen (z.B. Handschuhe) erfolgen.
     
  • Krank erscheinende oder tot gefundene Füchse, Marderhunde und Waschbären stellen das „Frühwarnsystem-Wildtier“ dar. Bei diesen Tieren ist die Wahrscheinlichkeit am größten, eine Tollwuterkrankung festzustellen. Diese Tiere sind dem zuständigen Jäger oder Veterinäramt umgehend zu melden und werden im staatlichen Landesuntersuchungsamt auf Tollwut untersucht.
     
  • Hunde und Freigängerkatzen sollten weiterhin gegen Tollwut geimpft werden, da Tollwutfälle bei Haustieren nicht ausgeschlossen werden können, die aus anderen Ländern – oft aus dem Urlaub – nach Deutschland mitgebracht werden. Kommt es zu einem Kontakt zwischen diesen importierten Tieren und dem eigenen Hund oder der eigenen Katze, stellt sich sofort die Frage nach dem Tollwutschutz.
     
  • Urlauber und Reisende müssen für Importe von Hunden und Katzen aus anderen Staaten die vorgeschriebenen Anforderungen erfüllen. Hunde, Katzen und Frettchen benötigen für die Einreise nach Deutschland eine gültige Kennzeichnung mittels Mikrochip und eine gültige Tollwutimpfung. Kommen diese Heimtiere aus bestimmten Nicht-EU-Staaten, so ist sogar eine Tollwutantikörperbestimmung erforderlich. Zudem benötigen Heimtiere aus anderen EU-Mitgliedstaaten einen gültigen Heimtierausweis, Tiere aus Nicht-EU-Staaten eine amtliche Tiergesundheitsbescheinigung.


Zum Hintergrund:
Deutschland gilt seit 2008 als frei von Fuchs-Tollwut. Der letzte Tollwut-Fall trat am 3. Februar 2006 bei einem Fuchs im Landkreis Mainz-Bingen in Rheinland-Pfalz auf. Zu dieser Zeit wurden noch Impfkampagnen zur Bekämpfung der Fuchs-Tollwut durchgeführt – diese endeten im Frühjahr 2008. Bevor sich ein Land als frei von einer Tierseuche erklären kann, muss es die Tollwutfreiheit durch flächendeckende Untersuchungen belegen.
Die Symptome der Tollwut können sich bei Haustieren in Wesensveränderungen mit Aggressivität und Beißfreudigkeit, Schreckhaftigkeit, Scheu und Nervosität, Schluckbeschwerden mit Speicheln, Angst vor Wasser, Krämpfen und Lähmungserscheinungen zeigen. Das typische Symptom bei Wildtieren ist der Verlust der natürlichen Scheu gepaart mit Beißfreudigkeit – im fortgeschrittenen Stadium treten Lähmungserscheinungen auf. Bei Fragen zur Tollwut steht das zuständige Veterinäramt im jeweiligen Kreis zur Verfügung.

Mittwoch, 2. August 2017

Anteil an neu zugelassenen Diesel-Pkw merklich gesunken

In Rheinland-Pfalz wurden im ersten Halbjahr des laufenden Jahres 68.289 Personenkraftwagen neu zugelassen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems waren dies 0,8 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Für Deutschland insgesamt war ein Plus von 3,1 Prozent zu verzeichnen. Der Anteil der Fahrzeuge mit Dieselmotor lag dabei jeweils merklich unter dem entsprechenden Wert des ersten Halbjahres 2016. Für Rheinland-Pfalz sank dieser von 42,4 auf 37,6 Prozent und für Deutschland insgesamt von 46,9 auf 41,3 Prozent. Ursächlich dafür könnten u. a. die Emissionen von Dieselfahrzeugen sein, die in letzter Zeit in der öffentlichen Diskussion einen breiten Raum einnahmen.

Dienstag, 1. August 2017

Erneuter KATWARN Probealarm

Am 7. August 2017 werden die in Rheinland-Pfalz von Landkreisen oder kreisfreien Städten mit der Auslösung beauftragten Integrierten Leitstellen um 11.00 Uhr das ergänzende Katastrophenwarnsystem KATWARN erneut auf dessen Funktionsfähigkeit testen. Da bisher nicht alle Landkreise oder kreisfreien Städte sich das Nutzungsrecht für dieses Katastrophenwarnsystem gesichert bzw. ihre zuständige Integrierte Leitstelle mit der Wahrnehmung dieser Aufgabe beauftragt haben, wird das Land gegen 11.15 Uhr die Mobilfunkgeräte aller bisher registrierten Nutzer und Nutzerinnen – rund 440.000 Menschen in Rheinland-Pfalz – im Rahmen eines landesweiten Probealarms ansteuern.

Die Erfahrungen aus den letzten Probealarmen haben gezeigt, dass die Bevölkerung in Rheinland-Pfalz immer sensibler für das Thema „Warnung und Information“ wird und auf in der Presse angekündigte Probealarme sehr aufmerksam reagiert.

„Wir wollen mit der ergänzenden Warnung sicherstellen, dass jede registrierte Nutzerin bzw. jeder registrierte Nutzer von KATWARN auch eine Nachricht auf dem mobilen Endgerät erhält. Wer gewarnt ist, kann sich und seine Angehörigen im Ernstfall schützen. Im Unterschied zur klassischen Sirene werden mit der App KATWARN zusätzlich auch Verhaltenshinweise übermittelt. Heutzutage ist das Smartphone ein wichtiger Bestandteil des täglichen Lebens und bietet somit eine gute, zusätzliche Alternative um flächendeckend und rechtzeitig vor Gefahren zu warnen“, so wirbt Innenminister Roger Lewentz für die kostenlose App KATWARN.
„Und Probealarme helfen nicht nur regelmäßig, die Funktion des Systems zu prüfen. Sie halten bei den Nutzern auch das Bewusstsein für die App wach, so dass beim Wechsel des Smartphones KATWARN auch erneut installiert wird“, erläutert Lewentz weiter.

Die Anmeldung und Nutzung des Warnsystems mit Smartphone oder Handy ist freiwillig und kostenlos. Das Besondere an diesem System: KATWARN sendet Warnungen ortsgenau, d.h. nur an die Nutzer, die wirklich betroffen sind. Dafür nutzt es eine spezielle Ortungsfunktion der Smartphones, die sich auch bei ausgeschalteter App im Hintergrund aktualisiert.
Hintergrund
Die KATWARN App steht kostenlos zur Verfügung:

  •  iPhone im App Store
  •  Android Phone im Google Play Store
  • Windows Phone im Windows Store

Alternativ bietet KATWARN kostenlose Warnungen mit eingeschränkter Funktonalität auch per SMS/E-Mail zum Gebiet einer registrierten Postleizahl. SMS an Service-nummer 0163 – 755 88 42: „KATWARN 12345 mustermann@mail.de“ (für Postleizahl 12345 und optional E-Mail).
Weite Informationen zum Warnsystem KATWARN unter www.katwarn.de und zu Hochwasserfrühwarnungen www.hochwasser-rlp.de.

Mittwoch, 26. Juli 2017

Überdurchschnittlich hohe Bedeutung der Gesundheitswirtschaft

Die Gesundheitswirtschaft erbringt einen wesentlichen Beitrag zur Wirtschaftsleistung in Rheinland-Pfalz. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes lag ihre Bruttowertschöpfung 2016 bei 14,2 Milliarden Euro. Das waren 11,3 Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung, die im Land erstellt wird. Damit hat die Gesundheitswirtschaft hierzulande eine überdurchschnittliche Bedeutung (Länderdurchschnitt: 10,1 Prozent).

Freitag, 21. Juli 2017

Im Mai starben in Rheinland-Pfalz 18 Menschen bei Verkehrsunfällen

Im Mai 2017 verloren auf rheinland-pfälzischen Straßen 18 Menschen ihr Leben. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems waren dies drei Todesopfer mehr als im Vorjahresmonat.

Im gesamten bisherigen Jahresverlauf sind mehr Verkehrstote zu beklagen als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Von Januar bis Mai 2017 verloren 68 Menschen bei Verkehrsunfällen ihr Leben, das waren 13 (23,6 Prozent) mehr als in den ersten fünf Monaten 2016. Die Zahl der Schwerverletzten stieg leicht um etwas mehr als ein Prozent auf 1.309, die der Leichtverletzten um 0,5 Prozent auf 5.937. Die Polizei registrierte in den ersten fünf Monaten des Jahres 2017 insgesamt 58.670 Straßenverkehrsunfälle, vier Prozent mehr als im Vorjahr. Darunter waren 53.027 Unfälle, bei denen nur Sachschäden entstanden. Im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Jahres 2016 war dies ein Anstieg um 4,3 Prozent.

Mittwoch, 28. Juni 2017

Neue Regelung bei staatlichen Soforthilfen nach Unwetterschäden

Die Ministerpräsidenten der Bundesländer haben sich Anfang Juni auf eine neue Regelung für staatliche Soforthilfen bei Unwetterschäden verständigt: Bei extremen Unterwetterereignissen wird es zwar auch weiterhin eine Soforthilfe geben. Davon profitieren sollen aber nur die Geschädigten, deren Gebäude nicht versicherbar waren – sei es, weil kein Versicherer einen entsprechenden Vertrag abschließen wollte, sei es, weil die Versicherungsprämie unerschwinglich hoch gewesen wäre. Die Verbraucherzentrale rät Hausbesitzern deshalb dringend, sich um eine zusätzliche Absicherung ihrer Wohngebäude auch gegen Naturgefahren zu bemühen.

"Ein Großteil der Wohngebäudebesitzer in Rheinland-Pfalz würde im Fall eines Falles leer ausgehen. Nur 29 Prozent, also rund ein Viertel, der rheinland-pfälzischen Gebäudeeigentümer sind mit einer so genannten Elementarschadenversicherung gegen Naturgefahren wie Starkregen oder Überschwemmung abgesichert", sagt Julia Gerhards, Versicherungsexpertin bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Viele Verbraucher hielten ihr eigenes Haus schlicht für nicht gefährdet, so Gerhards. Eine fatale Fehleinschätzung: Gerade Starkregenereignisse können überall auftreten. Diese sind kaum vorherzusagen und anderweitige Vorkehrungen zum Schutz von Hab und Gut sind meist nicht möglich. Die entstehenden Schäden sind jedoch häufig desaströs. Wer in seiner Wohngebäudeversicherung nicht zusätzlich zum klassischen Schutz bei Feuer-, Leitungswasser-, Sturm- und Hagelschäden noch einen Schutz bei Elementarschadensereignissen vereinbart hat, steht allein da. Die Verbraucherzentrale rät daher dringend, bestehende Verträge dahingehend zu überprüfen, ob das Elementarschadenrisiko abgesichert ist und, falls erforderlich, die entsprechende Absicherung bei der Versicherung zu beantragen.

Was bei einer Versicherung zu beachten ist sowie weitere Fragen zum Versicherungsschutz bei Naturgefahren beantwortet Julia Gerhards am Informationstelefon der Verbraucherzentrale "Naturgefahren erkennen – elementar versichern". Das Telefon ist montags von 9 bis 12 Uhr und mittwochs von 13 bis 16 Uhr unter der Rufnummer 06131 / 28 48 868 geschaltet.

Mittwoch, 10. Mai 2017

Jahresauftakt im Tourismus mit mehr Gästen, aber weniger Übernachtungen

Die rheinland-pfälzischen Tourismusbetriebe verzeichneten im März 2017 einen Zuwachs beim Gästeaufkommen; die Übernachtungszahlen gingen hingegen zurück. Nach ersten vorläufigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems wurden fast 593.000 Gäste gezählt, das waren 2,1 Prozent mehr als im März 2016. Sie buchten knapp 1,4 Millionen Übernachtungen (minus 9,2 Prozent). Bei dieser Entwicklung dürften u. a. die Osterfeiertage eine Rolle spielen, die 2016 im März und 2017 im April lagen.

Von Januar bis März 2017 besuchten rund 1,4 Millionen Gäste das Land, die mehr als 3,4 Millionen Übernachtungen buchten. Das waren 1,3 Prozent mehr Gästeankünfte und 5,3 Prozent weniger Übernachtungen als im ersten Vierteljahr 2016.

Mittwoch, 12. April 2017

70 Jahre Rheinland-Pfalz: Ein statistischer Streifzug

Einen Streifzug durch sieben Jahrzehnte Rheinland-Pfalz hat das Statistische Landesamt jetzt aus Anlass des 70-jährigen Bestehens des Landes veröffentlicht. Die Internetpublikation zeichnet mit Grafiken, Tabellen und kurzen Texten die wichtigsten Entwicklungen in Gesellschaft, Staat und Wirtschaft nach. Am 18. Mai jährt sich die Volksabstimmung über die Landesverfassung zum 70. Mal.

„Beleuchtet werden Themen, die sich lückenlos und ohne methodische Brüche von den 50er-Jahren bis heute darstellen lassen“, kommentiert der Präsident des Statistischen Landesamtes Jörg Berres. Da Wirtschaft, Staat und Gesellschaft einem ständigen Wandel unterliegen und die amtliche Statistik die Aufgabe hat, immer die aktuellen Strukturen und Entwicklungen aufzuzeigen, gab es im Laufe der Jahrzehnte in vielen  Bereichen methodische Änderungen, die zu Brüchen in den Zeitreihen führen. So wird beispielsweise die  Statistik der Kindertagesbetreuung in der heutigen Form erst seit dem Jahr 2006 erhoben.

Eine kleine Auswahl von Entwicklungen und Strukturen

  • Die Bevölkerungszahl wuchs von rund drei Millionen zur Zeit der Landesgründung auf aktuell gut vier Millionen.

  • Die Zahl der Menschen, die 65 Jahre und älter sind, hat sich gegenüber 1950 verdreifacht, die Zahl der unter 20-Jährigen liegt aktuell um 20 Prozent unter dem Wert von 1950.

  • Der Bund fürs Leben wird immer später geschlossen. 1950 war eine Braut durchschnittlich 25 Jahre alt, aktuell gut 30 Jahre. Bei den Männern hat sich das durchschnittliche Heiratsalter in diesem Zeitraum von 28 auf 33 Jahre erhöht.

  • Die Zahl der Privathaushalte hat sich seit 1950 von 920.000 auf gut 1,9 Millionen mehr als verdoppelt. Der Anteil der Alleinlebenden stieg von 14 auf über 37 Prozent.

  • Von gut 700.000 auf fast zwei Millionen ist die Zahl der Wohnungen seit 1950 gewachsen.  

  • Rund 40 Prozent der jungen Leute verlassen die Schule heute mit dem Abitur in der Tasche. Bis in die 70er-Jahre waren es noch weniger als zehn Prozent.

  • Die Zahl der Erwerbstätigen, die ihren Arbeitsort in Rheinland-Pfalz haben, ist von gut 1,3 Millionen im Jahr 1950 auf aktuell knapp zwei Millionen gestiegen.

  • Das Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen, die Summe der im Land produzierten Waren und Dienstleistungen, erreichte im Jahr 2016 einen Wert von gut 139 Milliarden Euro. Im Jahr 1950 lag der Wert umgerechnet bei knapp drei Milliarden Euro.

  • Auf den Straßen im Land sind immer mehr Autos unterwegs. Auf 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner kamen 1950 zwölf Pkw, 2016 waren es knapp 600.

  • Das Reiseland Rheinland-Pfalz verbuchte über die Jahrzehnte fast immer steigende Gästezahlen. Gegenüber dem Jahr 1950 ist die Zahl der Übernachtungsgäste auf das siebenfache angestiegen.

  • Mehr als die Hälfte ihres Umsatzes erzielt die rheinland-pfälzische Industrie inzwischen im Ausland. Im Jahr 1950 stammte umgerechnet nur jeder neunte Euro Umsatz aus dem Export.

  • Kaum ein Wirtschaftsbereich hat sich über die Jahrzehnte so stark gewandelt wie die Landwirtschaft. Die Zahl der Betriebe sank von 212.000 im Jahr 1949 auf aktuell rund 18.000.

Zum Streifzug durch 70 Jahre Rheinland-Pfalz

Autor: Jürgen Hammerl (Referat Presse, Auskunftsdienst)

Mittwoch, 12. April 2017

Holzeinschlag auf Vorjahresniveau – Fast zwei Drittel Nadelholz

Im Jahr 2016 wurden in Rheinland-Pfalz 3,2 Millionen Kubikmeter Holz eingeschlagen (gerechnet ohne Rinde). Das war nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems knapp ein Prozent weniger als im Vorjahr. Im Jahr 2015 wurden in Deutschland rund 55,6 Millionen Kubikmeter Holz eingeschlagen. Der rheinland-pfälzische Anteil hieran betrug knapp sechs Prozent. Der Holzeinschlag im Land ist damit seit dem Jahr 2010 weiter rückläufig. Seinerzeit hatte er infolge der vom Orkan Xynthia verursachten Schäden bei überdurchschnittlich 5,5 Millionen Kubikmeter gelegen.

Die wichtigsten Holzarten, die 2016 eingeschlagen wurden, waren Fichte, Tanne und Douglasie mit 52 Prozent. Buchenholz sowie sonstige Laubhölzer kamen auf einen Anteil von 28 Prozent. Kiefern- und Lärchenholz stellte 13 Prozent des Einschlags. Eichenhölzer erreichten gut sieben Prozent.

Rund 16 Prozent des gesamten Holzeinschlags wurde energetisch zur Erzeugung von Wärme und Strom genutzt. Mit rund 514.000 Kubikmeter Energieholz wurden 18 Prozent weniger als 2015 für Zwecke der Energiegewinnung eingesetzt. Gut die Hälfte des gesamten Einschlags erfolgte im kommunalen und kirchlichen Wald (Körperschaftswald). Im Staatswald wurden 38 Prozent eingeschlagen. Auf knapp neun Prozent wurde der auf den Privatwald entfallende Holzeinschlag geschätzt.